Gemeinsam einstehen: Bündnis „Zusammen für Demokratie“ beschließt Solidaritätsvereinbarung

Wer sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagiert und deshalb bedroht oder angegriffen wird, soll nicht allein bleiben. Mehr als 80 Organisationen im bundesweiten Bündnis „Zusammen für Demokratie“ haben dafür eine gemeinsame Solidaritätsvereinbarung geschlossen.

Das Bündnis wurde im März 2024 gegründet und bringt Organisationen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Mit dabei sind unter anderem Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Sport- und Jugendverbände sowie Menschenrechts-, Sozial- und Umweltorganisationen. Sie eint das Ziel, für Menschenwürde und Menschenrechte einzustehen und zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken.

Mit der neuen Solidaritätsvereinbarung reagieren die beteiligten Organisationen auf zunehmende Anfeindungen und Angriffe gegen die Zivilgesellschaft. Genannt werden beispielsweise Anschläge auf Jugend- oder Kulturzentren, Hasskampagnen gegen Menschen, die sich öffentlich äußern, oder Bedrohungen gegen ehrenamtlich Engagierte. In solchen Fällen wollen die Bündnispartner ihre Kräfte bündeln und praktische Unterstützung ermöglichen, etwa durch öffentliche Solidarität sowie rechtliche oder finanzielle Hilfe.

Auch für Engagierte vor Ort bietet das Bündnis Unterstützung: Wer beispielsweise eine Veranstaltung, eine Demonstration, ein Demokratiefest oder eine Unterschriftensammlung plant, kann Unterstützung beim Bündnis beantragen. Darüber hinaus stellt „Zusammen für Demokratie“ Materialien und niedrigschwellige Ideen bereit, mit denen Menschen selbst aktiv werden können. Das Angebot „15 Minuten für Demokratie“ versammelt beispielsweise 20 Ideen, die sich ohne große Vorbereitung umsetzen lassen und Zusammenhalt und eine offene Gesellschaft stärken sollen.

Dass dabei ausdrücklich auch das Ehrenamt im Blick ist, macht die Solidaritätsvereinbarung besonders relevant für die Zivilgesellschaft vor Ort. Rüdiger Schuch, Präsident der Diakonie Deutschland, verweist darauf, dass auch haupt- und ehrenamtlich Engagierte der Diakonie Anfeindungen erleben. Der Grundgedanke der Vereinbarung sei deshalb: Mit Anfeindungen soll niemand allein umgehen müssen.

Zum Bündnis gehören unter anderem auch Organisationen, die vielen Engagierten aus der Region bekannt sein dürften, darunter Diakonie Deutschland, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutsche Sportjugend, Deutscher Bundesjugendring, Mehr Demokratie, DaMOst, Arbeiter-Samariter-Bund und der Bundesverband Mobile Beratung.

Mehr über „Zusammen für Demokratie“, Unterstützungsangebote und Möglichkeiten zum Mitmachen

Solidaritätsvereinbarung und Pressemappe vom 27. August 2026