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Vortrags- und Gesprächsabend

Wann findet die Veranstaltung statt?

Beginn: Dienstag, 29. September 2026 19:00 Uhr
Ende: Dienstag, 29. September 2026 21:00 Uhr

Wo findet die Veranstaltung statt?

Barockschloss Delitzsch
Schloßstraße 3
04509 Delitzsch

Beschreibung der Veranstaltung

Das jüdische Leben in der DDR ist in breiten Teilen der Gesellschaft eher unbekannt. Jenseits bekannter Klassiker wie „Jakob der Lügner“ stellt sich die Frage: Welchen Raum erhielten jüdische Erfahrungen im staatlich verordneten Antifaschismus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und später in der DDR? Während staatliche Gedenkstätten allgemein von „Kämpfern gegen den Faschismus“ sprachen, rangen jüdische Überlebende bereits direkt nach 1945 um eine würdige Bestattung der Toten und eine sichtbare Erinnerung an die Shoah, versuchten ihre kleinen Gemeinden aufrechtzuerhalten.

Der Historiker Dr. Alexander Walther geht in seinem Vortrag der Rolle jüdischer Akteure wie Lin Jaldati, Helmut Eschwege oder Heinz Knobloch nach. Anhand persönlicher Nachlässe zeigt er ihr spannungsreiches Handeln zwischen eigensinniger Aufklärungsarbeit und teils schmerzhaften Zugeständnissen an die SED. Ein Abend über mutiges Engagement, unmarkierte Gräber und das schwierige Erbe jüdischer Verfolgungserfahrung in der SBZ und DDR.

Alexander Walther studierte an der Universität Jena Geschichte und Englisch für das Lehramt. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt und ist seit 2023 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im Projekt „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026“.

Diese Veranstaltung aus der Reihe „Kontrovers vor Ort“ wird in Kooperation mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Museum Barockschloss in Delitzsch angeboten und ist für Sie kostenfrei.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Veranstaltung unter https://www.vhs-nordsachsen.de/s/OHDZ10001%20

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